Steckbrief: Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten
der Fachrichtung Kommunalverwaltung (M/W/D).
Dieser Steckbrief wurde von einem Auszubildenden erstellt
Berufstyp staatlich anerkannter Ausbildungsberuf
Ausbildungsart Duale Ausbildung im öffentlichen Dienst
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Lernorte Praktikum in der Gemeinde Rohrbach, Berufsschule Leo-von-Klenze-Schule Ingolstadt,
Lehrgänge der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS) in ganz Bayern
Was macht man in diesem Beruf?
Als Verwaltungsfachangestellter bist du in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt und lernst den Aufbau und Ablauf in der Gemeinde.
Grundsätzlich werden die Beschlüsse des Gemeinderats umgesetzt und Verwaltungsentscheidungen werden auf Basis der Gesetze erarbeitet. Oft bist du Ansprechpartner für Rat suchende Bürger, Unternehmen und für kommunale organisatorische Fragen. Man ist in der Ausbildung quer über alle Sachgebiete eingesetzt. Du durchläufst diverse Ämter oder Dienststellen, um die Aufgaben und die Struktur der Verwaltung wirklich kennenzulernen und zu verstehen wie sie funktionieren.
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten dauert insgesamt drei Jahre und beginnt immer am 01. September des Jahres.
Die Ausbildung besteht aus drei Berufsbildungen:
Betriebliche Berufsbildung: Im Ausbildungsbetrieb, hier die Gemeinde Rohrbach, wird das Praktikum durchgeführt und man durchläuft alle Bereiche. Neben dem Ausbildungsbetrieb ist ein Praktikum im Landratsamt vorgesehen, um weitere Bereiche, wie etwa das Sozialamt, kennenzulernen.
Schulische Berufsbildung: Die Berufsschule ist die Leo-von-Klenze-Schule in Ingolstadt am Brückenkopf. Sie wird in sechs Blöcken abgehalten und hat je Block eine Dauer zwischen vier und sieben Wochen.
Neben den grundlegenden Fächern wie Deutsch, Englisch, Sozialkunde, Religion, Textverarbeitung und Sport, lernst du auch berufsspezifische Fächer, die am wichtigsten für die Ausbildung sind:
- Verwaltungshandeln (Staatsaufbau und -organe, Sozialrecht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung)
- Rechnungswesen (grundlegendes zur Doppik, d.h. Buchungssätze bilden, etc)
- Personalwesen (relevantes zur Ausbildung – u.a. Ausbildungsvertrag, Einstellung und Entgelt, Urlaub, Kündigung)
- Verwaltungsbetriebswirtschaft (Bürgerliches Recht (BGB), grundlegendes zur Kameralistik – d.h. Haushaltstellen bilden – Vergabeverfahren, Marketing)
Außerbetriebliche Berufsbildung: Die Bayerische Verwaltungsschule veranstaltet an unterschiedlichen Standorten in Bayern blockweise Lehrgänge. Dort werden auch die Übungsklausuren, die Zwischenprüfung und die relevante Abschlussprüfung absolviert. Meistens dauern die Lehrgänge zwischen zwei und vier Wochen.
Welche Kompetenzen benötigst du?
- In der Regel stellen Verwaltungen überwiegend Azubis mit mittlerer Reife ein, jedoch gibt es rechtlich keine bestimmte vorgeschriebene Schulbildung
- Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. Umgang mit personenbezogenen Daten)
- Lernbereitschaft (bei Änderungen der Gesetze), Leistungswille und Zuverlässigkeit
- Kundenorientierung und Kommunikationsbereitschaft (z.B. Beantworten von Bürgerfragen, Erklären von Verwaltungsentscheidungen)
- Konfliktlösebereitschaft in schwierigen Situationen
- Flexibles Denken und Handeln
- Wie schaut es mit der Bezahlung und den Aufstiegsmöglichkeiten aus?Die Bezahlung ist im Tarifvertrag für Auszubildende geregelt:
1. Jahr 1.368,26 Euro
2. Jahr 1.418,20 Euro
3. Jahr 1.464,02 Euro - Nach der Ausbildung kannst du dich weiter qualifizieren
* Verwaltungsfachwirt
* Verwaltungsbetriebswirt
Derzeitig lernt ein Auszubildender in der Gemeinde Rohrbach. Hier ein paar Fragen an den Azubi:
Was hat dich überrascht?
Am ersten Tag meiner Ausbildung bekam ich drei dicke Gesetzesbände (VSV), die mich durch die gesamte Ausbildung und auch weiter im Beruf begleiten sollten. Anfangs ist das vielleicht erschreckend, jedoch helfen sie einem im Alltag.
Ein großes Privileg in der Gemeinde Rohrbach ist das selbstständige Arbeiten. Schon mit Beginn der Ausbildung wurde ich fest in die Arbeitsabläufe integriert und durfte auch bald vieles eigenständig erledigen. Man hat dadurch viel Verantwortung, jedoch lernt man so am meisten, als nur zuzusehen. Bei Fragen kann ich mich immer an meine netten und immer freundlichen Kolleginnen und Kollegen wenden.
Das Teamgefühl in der Verwaltung ist sehr gut und man kann immer um Hilfe bitten und man unterstützt sich gegenseitig.
Was macht dir an der Ausbildung besonders Spaß?
Die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten ist sehr abwechslungsreich und man bekommt in jeden Bereich einen Einblick, z.B. Einwohnermeldeamt, Kasse, Personalwesen, EDV, …
Jeder Bereich ist komplett eigen und hängt doch mit den anderen zusammen. Nur durch eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen gelingt der Arbeitsalltag reibungslos.
Die Ausbildung bzw. der Beruf ist nicht nur für die Karriere wichtig, sondern kann auch persönlich von Nutzen sein. Z.B. lernt man in der Ausbildung welche Rechte man beim Kaufvertrag hat oder worauf man beim Arbeitsvertrag achten sollte. Es wird immer wichtiger, die Anträge und Formulare einer Behörde zu verstehen und auch die eigenen Rechte und Pflichten zu kennen.
Warum hast du die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Rohrbach gewählt?
- Bei der Gemeinde Rohrbach als Arbeitgeber wird man als Neuling mit offenen Armen aufgenommen und spürt von Anfang an den Teamgeist unter den Kollegen. Der Arbeitsweg ist kurz, wenn man im Ort wohnt und man kennt auch die Menschen, was die Ausbildung auch sehr persönlich macht. Das Spektrum der Einsatzgebiete ist abwechslungsreich und unterschiedlich. Somit kann man sich auch im späteren Berufsleben nochmal neu orientieren und doch im selben Beruf bleiben.
Wir freuen uns auf ihre Bewerbung
Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis spätestens zum 15.11.2026 an die Gemeinde Rohrbach, Hofmarkstraße 2, 85296 Rohrbach per E-Mail an:
personalverwaltung@rohrbach-ilm.de.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Frau Limmer unter Tel. 0 84 42/ 96 70 -15.
Hinweise zur Bewerbung:
Senden Sie uns Ihre E-Mail-Anhänge bitte ausschließlich als PDF-Dateien und fassen alle Anhänge in einer E-Mail zusammen.
Ihre Bewerbungsunterlagen werden nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt. Sie werden unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Bestimmungen vernichtet.
Bitte beachten Sie, dass Reisekosten zum Vorstellungsgespräch nicht übernommen werden.
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