Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Gemeinde Rohrbach a.d.Ilm  |  E-Mail: gemeinde@rohrbach-ilm.de  |  Online: http://www.rohrbach-ilm.de

Planungskonzept für Freiflächen-Photovoltaikanlagen

Bild zu Photovoltaik-Freiflächenanlage

Gemeindliche Standortuntersuchung für Freiflächen-Photovoltaikanlagen

 

Das im Juni 2016 im Gemeinderat auf den Weg gebrachte Planungskonzept für Freiflächen-Photovoltaikanlagen wurde nunmehr in der Gemeinderatssitzung vom 25.07.2017 beschlossen. Das Konzept wurde vom Planungsbüro Linke+Kerling, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten BDLA, Landshut, ausgearbeitet.

 

Mit dem Konzept wurde die Zielsetzung verfolgt, die möglichen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen geeigneten Flächen im Gemeindegebiet herauszuarbeiten. Die Studie stellt für künftige Entscheidungen eine nachvollziehbare, transparente und für alle einheitliche Entscheidungsgrundlage zur Verfügung. Qualitativ ist das Konzept keine rechtsverbindliche Planung (z.B. sachlicher Teilflächennutzungsplan), die automatisch Baurecht schafft, sondern ein planerisches Handlungsinstrument für Verwaltung und Gemeinderat, um bereits bei Antragseingang die Eignung der Flächen beurteilen zu können. Zur baulichen Umsetzung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage bedarf es weiterhin in jedem Einzelfall einer konkreten Bauleitplanung (Bebauungsplan + FNP-Änderung).

 

Vom Gemeinderat wurden in der Sitzung folgende Eckpunkte zum Planungskonzept festgelegt:

  1. Die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet wird nur innerhalb der beidseitigen 110 m Korridore an der Autobahn- und Bahntrasse in nicht exponierten Lagen zugelassen.
  2. Der Anteil der Freiflächen-Photovoltaikanlagen (zulässige Baufläche) im gesamten Gemeindegebiet innerhalb des unter a) genannten Bereiches wird auf einen Flächenanteil von 1 % beschränkt (Obergrenze).
  3. An den Ost-, West- und Südrändern der Freiflächen-Photovoltaikanlagen sind mind. 20 m breite Abstandsflächen als private Grünflächen (Randeingrünung mit Wiesenstreifen und punktuellen bzw. flächigen Gehölzpflanzungen) vorzusehen. Dies gilt nicht für benachbarte Straßen (nicht Feldwege), Bahn- und Autobahntrassen oder in Ausnahmefällen bei nachbarlicher Zustimmung.
  4. Auf Niedermoorböden werden Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf einer Fläche von max. 1 ha Größe zugelassen (mit oberirdischer Kabelverlegung).
  5. Zu jeder Freiflächen-Photovoltaikanlage sind zum erforderlichen Bebauungsplan jeweils ein Grünordnungsplan und ein Umweltbericht durch einen qualifizierten Fachplaner zu erstellen. Hierbei sind Anlagen ab einer Flächengröße von 5 ha reiner Modulfläche einer besonders intensiven Prüfung, insbesondere der Schutzgüter Landschaft und Mensch, zu unterziehen.
  6. Der Sitz der Betreibergesellschaft der Freiflächen-Photovoltaikanlagen ist verpflichtend im Gemeindegebiet zuzusichern.
  7. Jeder Investor hat grundsätzlich zu prüfen und darzulegen, inwieweit eine wirtschaftliche (finanzielle) Beteiligung der Rohrbacher Bürger an einer geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlage möglich erscheint.

 

Welche Grundstücke generell bzw. ggf. mit Einschränkungen (sog. „Restriktionen“) geeignet sind, erfahren sie gegen die Leistung einer Verwaltungsgebühr (50,- EUR je Anfrage für max. 3 Grundstücke) im Bauamt der Gemeinde Rohrbach (Ansprechpartner Herr Ettinger, Tel. 0 84 42/ 96 70 -35 oder christian.ettinger@rohrbach-ilm.de).

 

 

drucken nach oben